Heimaufnahme

aufnahme.gifDie eigenen vier Wände gegen einen Heimplatz einzutauschen, fällt niemandem leicht.

Wir unterstützen und begleiten Sie vor, während und selbstverständlich auch nach der Heimaufnahme mit allen notwendigen Anträgen und Formularen für die Krankenkasse, das Amtsgericht oder das Sozialamt. Es gibt so viele Dinge zu beachten, Wege zu gehen und Fristen einzuhalten. Damit Sie hiermit nicht allein sind, können Sie auf unsere Hilfe und Unterstützung zählen.

Folgende Schritte sind vor dem Einzug notwendig. Selbstverständlich begleiten wir Sie bei den einzelnen Schritten.

Schritt 1: Pflegegrad

Vor der Heimaufnahme sollte eine Pflegegrad vorliegen bzw. der Antrag gestellt sein. Beim Antrag auf Zuerkennung eines Pflegegrads reicht ein formloser Antrag bei der Krankenkasse (durch den zukünftigen Bewohner bzw. deren Betreuer).

Schritt 2: Frei von ansteckenden Krankheiten

Die Bescheinigung „frei von ansteckenden Krankheiten“ ist die wichtigste Bescheinigung vor einer Heimaufnahme. Ohne diese Bescheinigung darf eine Aufnahme nicht erfolgen. Die Bescheinigung kann entweder vom Hausarzt oder vom Krankenhaus ausgestellt werden. Die Bescheinigung muss TBC (Lungenaufnahme innerhalb der letzten Monate) und MRSA (multiresistente Keime) ausschließen.

Schritt 3: Ärztliches Attest

Der Hausarzt muss die Pflegebedürftigkeit seines Patienten vor der Heimaufnahme bescheinigen. Es reicht eine Bescheinigung, auf welcher der Hausarzt angibt, dass sein Patient (Name, Anschrift) pflegebedürftig ist.

Schritt 4: Anmeldung der Aufnahme bei der Pflegekasse

Vor einer Heimaufnahme muss die Pflegekasse über die bevorstehende Aufnahme in ein Pflegeheim informiert werden. Dies kann formlos geschehen, z.B. telefonisch.

Schritt 4: Inkontinenzartikel

Benötigt der zukünftige Bewohner Inkontinenzprodukte, muss der Hausarzt vor der Aufnahme eine Bescheinigung ausstellen, dass der zukünftige Heimbewohner diese Produkte benötigt. Diese Bescheinigung reichen wir bei der Pflegekasse ein.

Schritt 5: Sollte der zukünftige Bewohner eine Betreuung benötigen

Der zukünftige Betreuer sollte sich zunächst beim Amtsgericht telefonisch melden und einen Termin abmachen. Zu dem vereinbarten Termin muss eine ärztliche Bescheinigung mitgebracht werden, die besagt, dass der Betroffene seine Angelegenheiten nicht oder nicht mehr selbst verwalten kann. Außerdem muss der Personalausweis des Betroffenen sowie der Personalausweis des zukünftigen Betreuers mitgebracht werden.

Schritt 6: Eventueller Antrag auf Pflegewohngeld beim Sozialamt

Pflegewohngeld wird beim Sozialamt beantragt. Das Pflegewohngeld ist ein Zuschuss zu den zu zahlenden Investitionskosten. Voraussetzung für einen Antrag ist die Einstufung in einem Pflegegrad. Also mindestens Pflegegrad I.

Pflegewohngeld darf beantragt werden, so lange nicht mehr als 6.900 Euro an Barvermögen auf dem Konto des Bewohners ist (bei Einzug eines Ehepaars gilt der doppelte Betrag, 13.800 Euro). Immobilien oder sonstige Werte spielen bei der Berechnung keine Rolle.

Neben einer Vermögensgrenze von 6.900 Euro dürfen auch die monatlichen Einkünfte 1.151,55 Euro nicht überschreiten. Das Kindererziehungsgeld für Frauen wird nicht mit einberechnet. Bei Einzug eines Ehepaares wird diese Verdienstgrenze verdoppelt (2.303,10 Euro).

Für das Pflegewohngeld ist immer der Sozialhilfeträger zuständig, in dessen Bereich der Pflegebedürftige vor seiner Heimaufnahme gelebt hat.

Schritt 7: Evtl. Antrag auf Übernahme der ungedeckten Heimkosten beim Sozialamt

Wenn die Rente oder sonstige Einkünfte nicht ausreichen, die ungedeckten Heimkosten zu bezahlen (Ungedeckte Heimkosten = Gesamtbetrag – Zuschuss der Pflegekasse), kann beim Sozialamt der Antrag auf Zahlung der ungedeckten Heimkosten gestellt werden. Beim Antrag auf ungedeckte Heimkosten sind mitzubringen: Rentenbescheide, Kontoauszüge und Sparbücher.

Schritt 8: Spezielle Pflegehilfsmittel

Spezielle Pflegehilfsmittel, wie eine hochwertige Wechseldruckmatratze oder ein Spezialrollstuhl müssen vor dem Einzug beantragt und von der Krankenkasse genehmigt werden. Das Rezept für diese Hilfsmittel wird ausgestellt vom Hausarzt.

 

 

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